von Jacqueline Sammet
Vor ein paar Wochen habe ich meinen ersten LinkedIn Learning Kurs „Agiles Lernen im KI-Zeitalter“ gedreht.
Nach den beiden Drehtagen hing ich abends völlig erledigt im Hotelzimmer ab.
Dieser intensive Gestik- und Mimikeinsatz vor der Kamera war ungewohnt und anstrengend. Aber das ist wichtig, wie ich gelernt habe, weil das Medium „Video” Emotionen schluckt. Ich hatte zwar keinen Muskelkater im Gesicht, aber gewundert hätte es mich nicht …
Bei all dem Aufwand drängt sich die Frage auf: Wozu das alles? Das können doch auch KI-Avatare übernehmen.
Stimmt – und stimmt nicht.
▶️ Eine aktuelle Studie der ETH Zürich deutet darauf hin, dass Lernende mit KI-generierten Videos ähnliche Lernergebnisse erzielen wie mit menschlich erstellten (Netland et al., 2025).
⚠️ Aber: Die ETH-Studie zeigt auch, dass menschlich erstellte Videos als deutlich angenehmer erlebt werden als KI-generierte Videos. Das könnte daran liegen, dass in KI-generierten Videos die persönliche Verbindung und nuancierte Kommunikation fehlt.
Solche zwischenmenschlichen Elemente beeinflussen zwar nicht direkt die Testergebnisse, aber sie fördern das Engagement und die Motivation. Und die sind die Grundlage für nachhaltiges Lernen.
Also ja: Der Aufwand hat sich gelohnt. Und für mich war es ein tolles Erlebnis. ☺️