Von Prof. Dr. Jürgen Sammet
Gute Ideen entstehen oft am Frühstückstisch. Bei uns war es die Beobachtung:
Manchmal treffen die Labels „Generation X und Z“ erstaunlich gut (z. B. wenn der Vater lieber telefoniert, statt Sprachnachrichten zu schicken). Und manchmal gar nicht (z. B. wenn der Sohn den Laptop zuklappt, um lieber ein richtiges Buch zu lesen).
So entstand die Idee:
Warum nicht mal gemeinsam einen Artikel schreiben?
Dann lernt der Sohn gleich ein bisschen wissenschaftliches Arbeiten und der
Vater wird durch die frischen Fragen des Sohnes aus seiner akademischen Gemütlichkeit gerissen. Und weil der Sohn ohnehin bald in den USA studieren möchte, gibt’s den Text gleich zweisprachig – auf Deutsch und Englisch.
Im Artikel geht es um Unterschiede und Gemeinsamkeiten in den vier Themen: Technologie, Arbeitswelt, Kommunikation und Werte
Unsere wichtigste Erkenntnis:
Diese ganze Einteilung in Generationen-Schubladen – X, Y, Z klingt zwar eingängig, ist aber wissenschaftlich betrachtet ziemlicher Quatsch. Ein Geburtsjahr allein erklärt nicht, wie jemand denkt, arbeitet oder lernt.
Empirische Befunde zeigen:
Unterschiede zwischen Generationen lassen sich meist durch Lebensphasen, Bildung und gesellschaftliche Ereignisse erklären. Technologische Kompetenzen, Arbeitsweisen und Werte hängen weniger vom Alter ab, sondern stärker von individuellen Erfahrungen und kulturellem Kontext.
Am Ende verhält es sich mit den „Generationen“ wie auf dem Foto:
Wir haben viel gemeinsam – braune Haare und Augen, Brille, T-Shirt und ein Grinsen – unterscheiden uns aber dennoch deutlich. Der eine hat mehr Locken, der andere mehr Pläne. Der eine hat mehr Haare im Gesicht, der andere mehr auf den Zähnen. Aber beide jede Menge Neugier. 😄